Erbbegräbnis Papierfabrik Greiz

Genealogie Familie Günther

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I Hans Günther Churfürstl. Sächs. Oberförster zu Burkhardtsgrün/Schneeberg
+ Burkhardtsgrün 24.1.1625
II Johann Georg Günther bis 1663 kurfürstlicher Oberförster zu Hartmannsdorf, danach in Schneeberg, 1689 gibt der Schneeberger Oberförster Johann Georg Günther seinen Dienst auf.
* Burkhardtsgrün 1617
oo Anna NN
III Georg Heinrich Günther 1689 Oberförster zu Schneeberg für die Güter Wiesenburg und Planitz
1700 zu Jahnsgrün
IV Georg Heinrich Günther Georg Heinrich Günther Königl. Poln. und Churfürstl. Sächs. Oberförster in Hartmannsdorf/Erzgebirge, 1721 zu Jahnsgrün
* Jahnsgrün 27.9.1700
+ Hartmannsdorf 10.3.1786

I oo Hartmannsdorf 16.1.1721 Christiane Sophia von Stahoffsky,
d. Friedrich Sebastian von Stahoffsky , Verwalter zu Burguffeln hinterlassene Tochter (des hochherrlichen Üphelschen Hausverwalter hinterl. Tochter) [10 Kinder]
+ Hartmannsdorf 26.2.1749

II oo Hartmannsdorf 25.8.1750 Johanna Charlotte Mirus, einzige To. des Försters Georg Adolph Mirus zu Jahnsgrün [7 Kinder]
* Jahnsgrün 9.10.1731

V Christian Heinrich Günther Leibjäger und Leibdiener bei dem sächsischen Prinzen Clemens in Warschau, erhält das Freigut Neuheide bei Schönheide von seinem Vater Georg Heinrich Günther (+ 1786) und wird Erb-, Lehn- und Gerichtsherr zu Neuheide.
Christian Heinrich Günther verkauft um 1820 das Freigut Neuheide, welches seit 1729 in Familienbesitz ist, um seinen Lebensabend bei seinem Sohn Christian Friedrich August Günther [+ Thürnhof 1872] zu verbringen.
* Hartmannsdorf 1739 ?
+ Greiz 11.6.1826 [im 89. Lebensjahr!]
++ Kirchhof Reinsdorf/Greiz 13.6.1826
oo Auguste Louise von Watzdorf zu Rodewisch

Epitaph: Hier ruhet Herr Christian Heinrich Günther gewesener Erb Lehn u. Gerichtsherr auf und in Neuheide welcher in der Papiermühle beÿ Greiz beÿ seinem ältesten Sohn [...]

VI Christian Friedrich August Günther Christian Friedrich August Günther Papierfabrikant, Besitzer der Greizer Papierfabrik 1808 - 1864
Erb-, Lehn-, Gerichts- und Patronatsherr zu Kühdorf und Hainsberg
* (Neuheide ?) 1784
+ Thürnhof 17.3.1872
++ Thürnhof 20.3.1872 "in der Familiengruft bei Thürnhof"

Die 1591 von dem Papiermacher Hans Roth begründete Papiermühle im Göltzschtal bei Greiz, welche von 1634 bis 1808 die Familie Tischendorf besessen hatte, erwirbt Christian Friedrich August Günther am 17. 2.1808 von der Witwe des Gottfried Heinrich Tischendorf [+ Greiz 20.8.1806] für 15 000 Reichsthaler.
Christian Friedrich August Günther ist der Stammvater eines Papiermachergeschlechts, welche 140 Jahre lang die Greizer Papierfabrik bis zur Enteignung im Jahre 1948 innehatten.
Christian Friedrich August Günther kauft 1826 die Rittergutsgerechtsame von Kühdorf und Hainsberg.
"so drängt er seinen jüngsten Sohn, die Tochter des Rittergutsbesitzer Georg Heinrich Ehrenreich Günther von Schlieben auf Thürnhof zu heiraten und nach dessen Tod das arg herunter gewirtschaftete Rittergut zu übernehmen. Statt seine Überschüsse auf den Ausbau der Papierfabrik wenden zu können, mußte er diese sogar jetzt zu Gunsten von Thürnhof mit Schulden belasten."

VII Franz Ferdinand Günther Papierfabrikant in Greiz, Sohn des Christian Friedrich August Günther, verkauft 1848 die Papiermühle zu Waldenburg und zieht nach Greiz
* Waldenburg 9.9.1810
+ Greiz 16.8.1858
oo Christiane Sophie Luise Geipel

21.7.1864 verkauft Christian Friedrich August Günther die Papierfabrik bei Greiz an seinen Enkel Franz Otto Günther, einziger Sohn von Franz Ferdinand Günther.
Auf Grund des Testamentes [1872] von Christian Friedrich August Günther erben die Allodialdörfer Kühdorf und Hainsberg die Kinder seines zweiten Sohnes Friedrich Adolf Günther zu Thürnhof:
Robert Adolf Günther (+ Thürnhof 1898), Bruno Adolf Günther (+ Thürnhof 1907), Hermann Adolf Günther und Elise Auguste Günther (+ Thürnhof 1877).
Diese Bestimmung wird angefochten von Franz Otto Günther (+ 1885), dem Besitzer der Papierfabrik bei Greiz.

VIII Franz Otto Günther einziger Sohn von Franz Ferdinand Günther, Besitzer der Papierfabrik in Greiz 1864 - 1885
* Waldenburg 16.3.1835
+ Greiz 24.11.1885
oo Julie Sophie Hempel, To. d. Friedrich August Hempel (1802 - 76), Bleichereibesitzer, Chemische Bleicherei, Färberei und Appretur-Anstalt in Plauen und d. Emilie Sophie Strobel
* 8.5.1842
+ Greiz 24.11.1920

Otto Günther stirbt 1885 und hinterläßt die Witwe Julie Günther geb. Hempel und 2 Söhne [Ernst und Felix] im Alter von 13. bzw. 14. Jahren.
Julie Günther ist Inhaberin der Papierfabrik von 1885 - 1901.
Der Sohn Ernst Günther ist Mitinhaber der Papierfabrik von 1886 - 1901 und der Sohn Felix Günther ist Mitinhaber von 1894 - 1901.

IX Felix Reinhold Günther

Grabstein Felix Reinhold Günther

Foto: Werner Roth, 2012

Felix Reinhold Günther Besitzer der Papierfabrik in Greiz 1902, Dr. h.c.
Greiz-Irchwitz, Frauenlobstraße
* Greiz 24.11.1871
+ Duisburg 8.2.1952
oo 1898 Margarete Otto, To. des Ferdinand Otto, Webereibesitzer in Gießen
* 11.12.1875
+ 24.8.1966
X Otto Ferdinand Günther Otto Ferdinand GüntherDr. Ing., Mitinhaber der Papierfabrik in Greiz
Papiermühlenweg 49
* Greiz 27.6.1901
+ Greiz 11.4.1940

Legende: * geboren, ~ getauft, oo verheiratet, + gestorben, ++ begraben

• Herbert Hüllemann: Die Geschichte der Rittergüter in Reuß älterer Linie, 1939, Seite 825/826
• Festschrift zum Jubiläum der Papierfabrik Greiz 1908: Geschichte und Entwicklung der Greizer Papierfabrik im Besitze der Familie Günther
• Henriette Joseph, Gerhard Hempel, Haik Thomas Porada: Das nördliche Vogtland um Greiz, Köln, 2006
• KB Elsterberg
• Spezial - Kirchenbuch der Rittergüter ab 1816 [Elsterberg]
• Altertumsverein Kirchberg: Mitteilungen des Altertumsvereins Heft 3, 1911/1912
• Otto zu Stolberg-Wernigerode: Neue deutsche Biographie, Berlin, 1966
• Mitteilung Wolfgang Mecir, Greiz, 2012
• Einwohnerbuch der Stadt und des Landkreises Greiz 1937