Besitzer des Rittergutes Pirk mit Türbel und Eichelberg

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13.03.1327in Urkunden wird Türbel auch Tyrbell, Tyrbel, Tirbel, Tirbil oder Terbil geschrieben, als ein befestigtes Haus in einem Lehnsrevers (schriftliche Verpflichtung) der Voigte von Plauen erstmals erwähnt.
ab 1357geht Gut Pirk, durch Tausch der Landgrafen Friedrich, Balthasar und Wilhelm einerseits und Heinrich den Langen Voigt zu Plauen anderseits, an die Markgrafen von Meißen.
ab 1440in Urkunden der Pflege Voigtsberg wird Pirk auch mit Obern- und Niedern- Bergk, Ober- und Nieder- Pirke auch Ober- und Nieder- Birke oder Oberpirgke sowie Oberpirk und Unterpirk erwähnt. Später nur Pirk.
25.05.1441Lorenz von Weischolz beliehen, Oberbirgke in der Pflege Voigtsberg, seine Tochter Margaretha heiratete im Jahr 1454 Eberhard von Uttenhofen und hat das Gut Oberbirgke als Mitgift eingebracht.
14.01.1444Lorenz von Weischolz beliehen, Vorwerk Niederbirgke, dieses wird als Ritterlehn erwähnt.
05.03.1454Eberhard von Uttenhofen mit Brüdern Nicol und Michel sowie Erhard wird mit Oberbirgke beliehen.
22.04.1459Leibgut (Altenteil) für Margaretha von Uttenhofen für Oberbirke mit Güter Triebel und Dröda erwähnt.
24.10.1464Ritter Caspar Sack zu Geilsdorf beliehen, 1/4 Vorwerk Nieder Birke.
bis 1466Voigten Herrschaft Plauen an Haus Sachsen, somit zur Voigtei Voigtsberg gehörend.
09.03.1466Gebrüder Ernst und Albrecht Churfürst und Herzöge zu Sachsen wurden durch König Georg von Podiebrad Fürst von Böhmen mit der Herrschaft Plauen belehnt.
14.07.1475Eberhard von Uttenhofen erbt 3/4 von Ober- und Nieder- Birke, nach dem Tod von Lorenz von Weischolz.
07.01.1477Hermann von Weißbach zu Voigtsberg beliehen, alle Güter.
18.05.1477Altenteil für Margaretha von Uttenhofen wird festgelegt.
26.02.1479Ritter Caspar Sack zu Geilsdorf beliehen, Vorwerke Ober- und Nieder- Birke sowie Tirbel und Mühle.
ab 1503Nicol Sack auf Geilsdorf mit Türbel und Pirk beliehen vom Markgrafen von Brandenburg-Culmbach.
13.07.1515Nicol Sack auf Geilsdorf beliehen, Rittersitz mit Mühle.
1525bei den Bauern-Unruhen wird Rittersitz Tirbel von rebellischen Bauern niedergebrannt.
01.11.1541Philipp Sack zu Türbel und Hans Sack zu Geilsdorf beliehen.
07.04.1563Philipp Sack zu Türbel erbt alle Güter, Beleihung, Alleinbesitzer auf Rittersitz.
ab 1568Nicol Sack auf Türbel erbt das Gut, nach dem Tod seines Vaters Philipp Sack.
07.07.1574Hans Wilhelm von Geilsdorf auf Schwand und Kloschwitz beliehen, alle Güter. Kauf war vor 1572.
ab 1590an Christoph von Beulwitz, Churpfälzischen Rath u. Pfleger zu Tirschenreuth, da ohne männliche Descondenz.
27.08.1602Christoph von Beulwitz beliehen, ältester bekannte Lehnbrief über das selbständige Rittergut Türbel m. Pirk. (Rittersitz Tirbel mit obern und niedern Birke, sowie der Mühle und Schäferei)
01.02.1614Hans von Seydewitz muss zurücktreten, da es ein Vorkaufsrecht für Christoph Carl von Reitzenstein gab.
07.05.1614Christoph Carl von Reitzenstein auf Geilsdorf erwirbt für 18.500 fl. und wird beliehen mit Güter und Wald Eichelberg.
1632Veste Türbel niedergebrannt nach Einfall der Kaiserlichen unter General Holk. Wiederaufbau 1635 als Schafstall.
09.09.1643Söhne Georg Peter, Veit Siegmund, Hanns Friedrich und Adam Ernst von Reitzenstein beliehen.
06.03.1645Georg Peter und Adam Ernst von Reitzenstein beliehen.
03.10.1650Adam Ernst von Reitzenstein beliehen. Er stirbt am 5. Dezember 1655.
ab 01.1656Christoph Carl von Reitzenstein erbt unmündig das Gut, nach dem Tod des Vaters Adam Ernst.
08.11.1667Siegmund Reichard Graf von Tättenbach, Freiherr auf Gannowitz und Wohlhimmel beliehen. Kaufsumme 21.800 fl.
18.02.1679Siegmund Reichard Graf von Tättenbach beliehen, Vorwerke Türbel und Pirk mit Jagd.
ab 10.1693Johann Ernst Graf von Tättenbach (auch Tettenbach) erbt das Gut, nach dem Tod des Vaters.
02.04.1726Georg Ehrenfried von Nauendorff, * 1662 + 1734, zu Jena, später auf Geilsdorf, beliehen.
oo 23.06.1691 Dorothea Christine Elisabeth von Hünefeld.
14.03.1734Söhne Hermann Carl und Georg Anthon Christian sowie Johann Ehrenfried von Nauendorff erben.
15.05.1736Johann Ehrenfried von Nauendorff * 1701 + 1750
oo Johanna Luise von Beulwitz auf Geilsdorf.
10.06.1744kauft von den Brüdern und wird beliehen, überläßt jedoch Türbel und Pirk seiner Mutter Dorothea von Nauendorff.
ab 1748Söhne Georg Anthon Christian * 1697 u. Johann Ehrenfried von Nauendorff * 1701 erben und verkaufen an Johann Friedrich Hüttner im Jahr 1749 das Rittergut Türbel und Pirk.
25.02.1749Johann Friedrich Hüttner, Bürger und Handelsherr zu Plauen, erwirbt Rittergut Türbel und Pirk für 33.571 fl.
03.12.1750Johann Friedrich Hüttner kauft 1/4 vom Wald Eichelberg mit Jagd dazu. Kaufsumme 1.025 fl.
Baute 1751-1753 das Herrenhaus.
11.05.1757Johann Gottlob I Hüttner kauft vom Vater das Rittergut Pirk mit Türbel für 38.000 fl.
ab 07.1788Söhne Johann Gottlob II Hüttner und Friedrich Wilhelm Hüttner "Die friedlichen Brüder" erben.
ab 07.1825Georg Friedrich Wilhelm Hüttner auf und zu Pirk erbt und Johann Gottlob II ist weiterhin Mitbesitzer.
ab 12.1832Georg Friedrich Wilhelm Hüttner weiterhin Mitbesitzer und Vetter Franz Eduard Hüttner erbt von Johann Gottlob II Hüttner.
ab 06.1858Heinrich Eduard Hüttner erbt und Vetter Franz Eduard Hüttner ist weiterhin Mitbesitzer.
Rittergut Pirk

Rittergut Pirk 1860, Lithographie coloriert, Druck von L. Blau & Co. Leipzig

Bild: Jürgen Holfelder, Stuttgart

ab 12.1873Heinrich Eduard Hüttner, Alleinbesitzer, ab 1912 Heinrich Eduard von Hüttner zu Pirk.
03.10.1903Walther Gustav Hüttner kauft 1/4 vom Rittergut Türbel mit Pirk für 100.000 Mark.
12.09.1906Walther Gustav Hüttner beginnt Bau des Elektrizitätswerkes Rittergut Pirk, auch für andere Dörfer.
ab 10.1919Walther Gustav von Hüttner zu Pirk erbt 3/4 des Gutes, Alleinbesitzer auf Rittergut Pirk mit Türbel.
ab 1934
bis 1945
Sohn Heinrich von Hüttner zu Pirk * 1918, erbt Gut, wegen Minderjährigkeit geben Geschwister Vollmacht für Hildegard von Hüttner zu Pirk.
Heinrich von Hüttner zu Pirk ist Ende des Krieges 1945 bei Thorn vermist und kam nicht mehr zurück.
Witwe Hildegard von Hüttner, geb. von Alvensleben zu Pirk bewirtschaftet mit verschiedenen Verwaltern weiter.

• Mitteilung Jürgen Holfelder, Stuttgart, 2013