Erbbegräbnis Rittergut Unterweischlitz

Familie Kreller

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 Erbbegräbnis Kreller Rittergut Unterweischlitz

Erbbegräbnis Rittergut Unterweischlitz
Foto: H.-J. Voigt, Weischlitz, 1996

Bei der Rittergutsschäferei Unterweischlitz ist auf dem [Meßtischblatt 142: Plauen] die Grabstätte der Familie Kreller verzeichnet.

Der ganze Friedhof hatte 8 Zaunsäulen und erstreckte sich talwärts auf einer gemauerten Terasse, 2 m hohe Stützmauer. Die ganze Anlage ist axial eventuell auf die Claraquelle auf der anderen Talseite ausgerichtet. Der Blick ist allerdings zugewachsen [2015]. Eine Zaunsäule mit anhängendem originalem Gitterfeld liegt noch im Gestrüpp. Viele Abdeckplatten der Stützmauer liegen unterhalb sowie ein kleinerer Stein mit einem Kreuz darauf.

Johann August Kreller

Erb, Lehn u. Gerichtsherr zu Kleincarsdorf/Dresden kauft am 15.4.1842 für 34.305 Taler von den Freiherrl. von Seckendorffschen Erben das Rittergut Weischlitz unterer Teil.
Belehnung am 10.10.1842

Franz Gustav Emil Krellerder älteste So. von Johann August Kreller kauft am 15.1.1844 für 34.208 Taler das Rittergut Weischlitz unterer Teil.
Belehnung am 15.4.1844
Studierender in Tharandt, ldw. Beamter im "Preußischen", sodann Kgl. Bonitierungskommissar [Abschätzungskommissar].
Ritter des kgl. Verdienstordens.
23.9.1854 von der Ritterschaft des vogtländischen Kreises zum Abgeordneten und 1868 nach Wahlrechtsänderung zum Abgeordneten in den Landtag gewählt und blieb das bis zu seinem Tod.
"Landtagsabgeordneter, wohnhaft in Oberweischlitz, vormals Rittergutsbesitzer auf und zu Unterweischlitz"

* Hainichen 30.9.1811
+ Dresden 3.3.1882 [70 J. 5 Mo.] kurz nach einer Landtagssitzung
++ Unterweischlitz 6.3.1882 "mit Rede am Sarg im Trauerhause und Segen auf dem Krellerschen Erbbegräbnis (Rittergutsflur Unterweischlitz)
oo Klingenthal 2.7.1842 Laura Amalie Glier

Laura Amalie Kreller
geb. Glier
To. des Carl Friedrich Glier, Kauf- und Handelsherr, [1786 - 1858] und der Christiane Louise Herold [1800 - 1862].

Carl Glier jüngerer Bruder Johann Wilhelm Rudolph Glier [1793 - 1873] hat die Musikwarenindustrie in Klingenthal und Umgebung eingeführt. Der Festsaal in der Berufsfachschule Vorgtländischer Musikinstrumentenbau am Amtsberg in Klingenthal wurde 1926 eingeweiht und zu Ehren von Johann Wilhelm Rudolph Glier "Gliersaal" genannt.

* Klingenthal 6.2.1821

Carl Friedrich Glier, Geigenhändler und Einwohner allhier [und der] Christiane Louise geb. Herold
Paten: 1.Christian Ferdinand, zweiter ehel. Sohn H. Christian Gottfried Glier, Lohgerbermeisters allhier und Mitbesitzer des hiesigen Hammer= und Waldguts ersten Theils.
2.Christiana Wilhelmine, zweite ehel. Tochter H. Carl Gottlieb Herold, Instrumentenhändlers und ebenfalls Mitbesitzer des ersten Theil.
3.Marie Magdalena, Ehefrau H. Xstian Gottfried Glier, Lohgerbers allhier und Mitbesitzer des
hiesigen Hammer= und Waldguts ersten Theils, und Mitkollators.

+ Rosenberg 5.2.1891 [70 J.]
" des + Landtagsabgeordneten Franz Gustav Emil Kreller in Oberweischlitz hinterl. Wwe"
++ Unterweischlitz 8.2.1891 "im Krellerschen Erbbegräbnis zu Unterweischlitz"
oo Klingenthal 2.7.1842 Franz Gustav Emil Kreller

Juv. Herr Franz Gustav Emil Kreller, [...] Comissar und zukünftiger Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf Unterweischlitz, des Herrn Johann August Kreller, Erb-, Lehn und Gerichtsherr auf Kleinkarsdorf bei Dresden, ehel. ältester Sohn [und] Jgfr. Laura Amalie Glier, des Herrn Karl Friedrich Glier, Kauf- und Handelsherr und Einwohner allhier, ehel. älteste Tochter.

NB: Die Familie Kreller hatte noch weitere Verbindungen zur Familie Glier. Die Schwester von Laura Amalie Glier, Julie Marie Glier * Klingenthal 11.1.1824 oo Klingenthal 29.4.1844 Julius Hermann Kreller

Grabstein Laura Glier zu Unterweischlitz

Grabstein Laura Kreller
geb. Glier

Christoph August Moritz Kreller der älteste Sohn des Franz Gustav Emil Kreller kauft am 6.7.1876 für 156.000 Mark das Rittergut Unterweischlitz.
Ritter des Kgl. Albrechtordens I. Klasse, Inhaber der silbernen Medaille für Verdienste um die Landwirtschaft etc., stellvertr. Kreisvereinsvorsitzender etc.

* Weischlitz 27.4.1843
+ Unterweischlitz 30.3.1904
Alter: 60 J. 11 Mo. 3 T.
++ Unterweischlitz 2.4.1904 "im Erbbegräbnis des Ritterguts Unterweischlitz"
oo Dresden [Kreuzkirche] 8.10.1867 Anna Auguste Schmalz

Grabstein Christoph August Moritz Kreller zu Unterweischlitz

Grabstein Moritz Kreller
Fotos (2): H.-J. Voigt, Weischlitz, 2015

Anna Auguste Kreller
geb. Schmalz
des Karl Franz Schmalz auf Gosswitz und Schöps zu Naußlitz bei Dresden älteste To.

* Naußlitz/Dresden 23.2.1848
+ Plauen 16.4.1917
Alter: 69 J. 1 Mo. 23 T.
"Wwe des zu Unterweischlitz verstorbenen Rittergutsbesitzer Christoph August Moritz Kreller"
++ 19.4.1917 "im Erbbegräbnis des genannten Rittergutes"

Franz Moritz Emil Kreller Oberleutnant aus Leipzig [1904] und einziger Sohn von Christoph August Moritz Kreller erhält mit Auflassung vom 21.9.1904 das Rittergut Weischlitz unteren Teils.
Wiederaufnahme des Namens "Kreller zu Kraehling" durch Verordnung des kgl. Sächs. Ministerium des Innern vom 30.10.1916.
Major a.D., Inhaber der silbernen Medaille für Verdienste um die Landwirtschaft, goldene Ehrenkreuz der NSDAP.
1937 Mitglied der Deutschen Adelsgenossenschaft.
"Adreßbuch des Bezirks der Amtshauptmannschaft Plauen 1938:
Emil von Kreller zu Khraeling, Rittergutsbesitzer, Schwander Gasse 1, Weischlitz"

* Weischlitz 8.1.1875
I oo Frida Elisabeth Merbitz
II oo NN

Frida Elisabeth Kreller
geb. Merbitz
To. des Gutsbesitzer Merbitz zu Naußlitz

* Naußlitz 5.9.1881
+ Dresden - Naußlitz 8.10.1916
Alter: 35 J. 1 Mo. 3 T.
++ 12.10.1916 "im Erbbegräbnis des Ritterguts Weischlitz unterer Teil"

Hans Christoph Erhardt Kreller
[Erhard v. Kreller zu Khraeling]
einziger Sohn von Franz Moritz Emil Kreller,
Diplomlandwirt, Mitglied der Deutschen Adelsgenossenschaft

* Weischlitz 7.6.1908
oo Charlotte NN

Legende: * geboren, ~ getauft, oo verheiratet, + gestorben, ++ begraben

• KB Kürbitz
• Mitteilungen Hans-Jürgen Voigt, Weischlitz, 2013 - 2015
• Tim S. Müller: Der Rittergutsbesitz im sächsischen Vogtland (1763-1945). Dresden 2005 (= Magisterarbeit an der TU Dresden, Institut für Geschichte)
• www.landtagsprotokolle.sachsendigital.de/personen
• Silke Marburg: König Johann von Sachsen (1801-1873) und die Binnenkommunikation einer Sozialformation, Walter de Gruyter, 2008
• Mitteilung Jörg Schnadt, Potsdam, 2015
• Mitteilung Manfred Gäbler, Klingenthal, 2016